Wenn der Herbst beginnt, dreht sich bei mir vieles um Kürbisse. Und meine Kürbisplätzchen mit Schokolade gehören inzwischen genauso zu dieser Jahreszeit wie meine genähten Samtkürbisse. Normalerweise dreht sich bei mir allerdings vieles nicht in der Küche, sondern an der Nähmaschine. Seit mehreren Jahren nähe ich meine Samtkürbisse in unterschiedlichen Farben und Größen und nehme sie natürlich auch mit auf meine Herbstmärkte.
Zu diesen Märkten gehört für mich inzwischen aber noch etwas anderes: mein Kürbisplätzchen-Rezept.
Das Rezept begleitet mich tatsächlich schon seit Jahren. Auf einem meiner Flyer waren vorne meine genähten Kürbisse zu sehen und auf der Rückseite habe ich das Rezept für meine Kürbisplätzchen abgedruckt. So konnten sich Besucherinnen und Besucher meiner Marktstände nicht nur meine Stoffkürbisse anschauen, sondern auch noch eine kleine Idee für die eigene Herbstküche mit nach Hause nehmen.
Und weil das Rezept inzwischen einfach zu meiner Kürbiszeit dazugehört, bekommt es nun auch seinen Platz auf meinem Blog.
Die Kürbisplätzchen werden mit Hokkaido-Kürbis, etwas Zimt, Honig und Schokotropfen gebacken. Sie sind keine klassischen Ausstechplätzchen, sondern eher weiche Kürbis-Cookies, die beim Backen auseinanderlaufen und dadurch ihre typische Form bekommen.

Kürbisplätzchen – wenn der Kürbis in die Backstube wandert
Kürbis ist für mich eines dieser Dinge, die sofort Herbststimmung aufkommen lassen. Das gilt für meine Stoffkürbisse genauso wie für einen echten Hokkaido in der Küche.
Beim Backen bringt das Kürbispüree nicht nur die typische Farbe mit. Es sorgt auch dafür, dass die Kürbisplätzchen innen eher weich bleiben. Dazu kommen Zimt, Honig und Schokolade – eine Kombination, die für mich wunderbar in die gemütliche Jahreszeit passt.
Dabei ist das Rezept unkompliziert. Man braucht keine besonderen Backformen und muss später auch nichts ausstechen oder aufwendig verzieren.
Der Teig wird einfach vorbereitet, portionsweise auf das Backblech gegeben und gebacken. Wichtig ist eigentlich nur eines: genügend Abstand zwischen den einzelnen Portionen lassen. Die Kürbis-Cookies laufen im Backofen ordentlich auseinander.
Welcher Kürbis eignet sich für Kürbisplätzchen?
Für mein Rezept verwende ich Hokkaido-Kürbis.
Ich mag ihn besonders gerne, weil er sich unkompliziert verarbeiten lässt. Für die Plätzchen wird der Kürbis zunächst weich gekocht und anschließend püriert. Für den Teig benötigen wir später 200 Gramm von diesem Kürbispüree.
Wer ohnehin einen Hokkaido für eine Suppe oder ein anderes Kürbisgericht verarbeitet, kann deshalb direkt etwas mehr vorbereiten und einen Teil davon für die Kürbisplätzchen zurückbehalten.
Das Püree sollte möglichst fein sein, damit es sich anschließend gut mit den anderen Zutaten verbindet.

Zutaten für meine Kürbisplätzchen mit Schokolade
Für die Kürbisplätzchen brauchst du:
- 100 g Butter
- 115 g Zucker
- 50 g braunen Zucker
- 50 g Honig
- 200 g Kürbispüree
- 1 TL Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 1 Messerspitze Zimt
- 1 TL Backpulver
- 200 g Mehl
- 100 g Schokotropfen
Nach Wunsch kannst du ein paar zusätzliche Schokotropfen bereithalten und vor dem Backen auf den einzelnen Cookies verteilen.

Kürbispüree für die Plätzchen vorbereiten
Zuerst wird das Kürbispüree hergestellt.
Dafür den Hokkaido vorbereiten und in Stücke schneiden. Die benötigte Menge Kürbis mit einer Prise Zucker in einen Topf mit Wasser geben und ungefähr acht Minuten kochen, bis der Kürbis weich ist.
Anschließend das Wasser vollständig abgießen und den Kürbis fein pürieren.
Für das Rezept werden 200 Gramm Kürbispüree benötigt.
Ich würde das Püree anschließend kurz abkühlen lassen, bevor es zum Teig gegeben wird. Es sollte nicht mehr heiß sein, wenn es mit der Butter vermischt wird.
So werden die Kürbisplätzchen mit Schokolade zubereitet
Zunächst Butter, weißen Zucker, braunen Zucker und Honig zusammen schaumig schlagen.
Anschließend das vorbereitete Kürbispüree mit Vanillezucker, einer Prise Salz und einer Messerspitze Zimt zum Butter-Zucker-Gemisch geben und alles miteinander verrühren.
In einer separaten Schüssel Backpulver und Mehl vermischen. Die Mehlmischung anschließend zum restlichen Teig geben und unterheben.
Zum Schluss kommen die Schokotropfen dazu.
Damit ist der Teig für die Kürbisplätzchen bereits fertig.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und kleine Portionen des Teiges darauf verteilen. Dabei unbedingt genügend Platz zwischen den einzelnen Portionen lassen.
Das ist bei diesem Rezept wirklich wichtig, denn die Kürbisplätzchen laufen beim Backen deutlich auseinander. Wer möchte, kann vor dem Backen noch ein paar zusätzliche Schokotropfen auf den Teigportionen verteilen.
Die Kürbisplätzchen anschließend im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Heißluft ungefähr 10 Minuten backen.
Da Backöfen unterschiedlich backen, würde ich gegen Ende der Backzeit einen Blick darauf werfen. Die Cookies sollten fertig gebacken sein, aber nicht unnötig lange im Ofen bleiben.
Warum die Kürbisplätzchen genügend Abstand brauchen
Diesen Punkt möchte ich noch einmal extra erwähnen, weil man beim ersten Backen leicht unterschätzt, wie sehr sich der Teig verteilt.
Die kleinen Teigportionen bleiben im Backofen nicht in ihrer ursprünglichen Form. Sie laufen auseinander und werden dadurch zu flacheren Cookies.
Deshalb lieber ein paar Plätzchen weniger auf ein Blech setzen und dafür ausreichend Abstand lassen. Sonst hat man am Ende möglicherweise einen großen Kürbis-Cookie statt vieler einzelner. Wobei der vermutlich auch schmecken würde.
Auch die Größe der Teigportionen kann man ein wenig variieren. Wichtig ist dann nur, die Plätzchen beim Backen im Auge zu behalten, da sich die benötigte Backzeit je nach Größe etwas verändern kann.

Schokolade und Kürbis passen wunderbar zusammen
Die Schokotropfen gehören für mich bei diesem Rezept einfach dazu.
Der Kürbis selbst schmeckt relativ mild. Honig, brauner Zucker und Zimt geben dem Teig seine herbstliche Richtung und die kleinen Schokoladenstücke setzen dazwischen einen schönen süßen Akzent.
Wer besonders gerne Schokolade mag, kann deshalb ruhig vor dem Backen noch ein paar zusätzliche Schokotropfen auf den Teig geben.
Ich würde es mit weiteren Zutaten dagegen gar nicht übertreiben. Gerade die relativ einfache Kombination macht die Kürbisplätzchen für mich aus.

Kürbisplätzchen mit Schokolade als kleine Herbstidee für Gäste
Ich finde die Cookies auch schön, wenn im Herbst Besuch kommt.
Ein Teller mit Kürbisplätzchen, Kaffee oder Tee und draußen vielleicht das typische graue Herbstwetter – viel mehr braucht es manchmal gar nicht für einen gemütlichen Nachmittag.
Auch auf einem kleinen herbstlichen Buffet kann ich sie mir gut vorstellen. Und natürlich passen sie wunderbar in die Zeit rund um Halloween.
Wer sie verschenken möchte, kann einige vollständig ausgekühlte Kürbisplätzchen hübsch verpacken. Gerade als kleine Aufmerksamkeit in der Herbstzeit finde ich selbst gemachte Dinge immer besonders schön.
Mein Kürbisrezept gehört zu meinen Herbstmärkten
Für mich steckt hinter diesem Rezept inzwischen aber noch etwas mehr als nur das Backen.
Wenn ich meinen alten Flyer sehe, denke ich automatisch an meine Herbstmärkte zurück. Vorne waren meine genähten Kürbisse abgebildet, hinten stand dieses Rezept.
Eigentlich treffen auf diesem kleinen Flyer zwei völlig unterschiedliche Dinge aufeinander: meine Nähmaschine und meine Küche.
Und trotzdem passt es.
Denn beide gehören für mich inzwischen zur gleichen Jahreszeit. Wenn die ersten Samtstoffe für neue Kürbisse auf meinem Tisch liegen und die Herbstmärkte näher rücken, beginnt eben auch wieder die Zeit für Kürbisrezepte.
Deshalb wollte ich das Rezept nicht einfach irgendwann mit dem alten Flyer verschwinden lassen. Hier auf meinem Blog kann es bleiben – und vielleicht wird es ja auch bei anderen zu einem kleinen Herbstrezept, das jedes Jahr wieder hervorgeholt wird.
Kürbisplätzchen mit Schokolade – ein Rezept für die Kürbiszeit
Inzwischen gibt es unzählige Möglichkeiten, Kürbis zu verwenden. Suppe dürfte wahrscheinlich der Klassiker sein, aber gerade beim Backen finde ich Hokkaido ebenfalls spannend.
Und das Schöne an diesen Kürbisplätzchen ist für mich ihre unkomplizierte Zubereitung.
Es muss nichts perfekt geformt werden. Keine Plätzchen müssen ausgestochen werden und auch eine aufwendige Dekoration ist nicht nötig. Die Cookies dürfen beim Backen einfach ihre eigene Form bekommen.
Genau das passt für mich zu einem gemütlichen Herbstrezept.
Während draußen die Tage kürzer werden, können drinnen die ersten Kürbisplätzchen in den Backofen – und vielleicht stehen daneben sogar ein paar meiner Samtkürbisse.
Fazit: Kürbisplätzchen mit Schokolade für einen gemütlichen Herbst
Dieses Kürbisplätzchen-Rezept begleitet mich nun schon seit einigen Jahren und deshalb freue ich mich, dass es jetzt auch einen festen Platz auf meinem Blog bekommt.
Mit Hokkaido-Kürbis, Honig, einem Hauch Zimt und Schokotropfen entstehen weiche Kürbis-Cookies, die wunderbar in die Herbstzeit passen.
Und wenn du sie nachbackst, denk beim Verteilen des Teiges unbedingt daran: Genügend Platz zwischen den Cookies lassen – sie laufen beim Backen ordentlich auseinander.
Vielleicht begleitet das Rezept dann nicht mehr nur mich und meine Herbstmärkte, sondern landet auch bei dir irgendwann wieder auf dem Backblech, sobald die nächste Kürbiszeit beginnt.
Viel Spaß beim Backen!
Hinweis: Einzelne Inspirationsbilder in diesem Beitrag wurden mithilfe von KI erstellt oder bearbeitet.









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